ATH Schwenkantriebe für Industrie und Maschinenbau

Schwenkantriebe für Industrie und Maschinenbau

ATH Technik ist ein deutscher Anbieter und Systempartner für geschlossene, schneckengetriebene Schwenkantriebe. Das Sortiment für Industrie und Maschinenbau reicht von kompakten Standardausführungen bis zu robusten Schwerlastvarianten mit einem Kippmoment von bis zu 1.600 kNm und einem Ausgangsdrehmoment von bis zu 170 kNm.

Im Unterschied zu reinen hydraulischen Schwenkmotoren oder Bagger-Schwenkgetrieben vereinen diese Schwenkantriebe Drehverbindung, Schneckengetriebe und schützendes Gehäuse in einer kompakten Einheit. Sie können hydraulisch oder elektrisch motorisiert und als vollständiges System mit Auslegung, Bremse, Positionsmessung und kundenspezifischer Steuerung geliefert werden.

Typische Einsatzbereiche sind Anlagenbau, Fördertechnik, Bohrgeräte, Krane und Sondermaschinen. Die Schneckenverzahnung ermöglicht kontrollierte Bewegungen und kann selbsthemmend wirken, ersetzt jedoch keine sicherheitsrelevante Bremse.

Ihr Schwenkantrieb. Individuell konfiguriert

Mit unserem Konfigurator finden Sie in wenigen Schritten die passende Lösung für Ihre Anwendung.

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Die richtige Baureihe

Schwenkantrieb-Baureihen im Vergleich

Was zählt für Ihre Anwendung? Vergleichen Sie die Schwerpunkte – die konkreten Grenzwerte finden Sie in den jeweiligen Produktdaten.

Ausgangsdrehmoment Bewegt die Last um die Drehachse.
Kippmoment Belastet die Lagerung quer zur Drehachse.
Motorisierung & Steuerung

Motorisierung passend zu Ihrer Anwendung

Motor, Getriebe und Steuerung werden gemeinsam auf Drehmoment, Drehzahl und Bewegungsablauf abgestimmt.

24 V

Kompakt & mobil

Für Gleichspannungsversorgung und kleinere Vorrichtungen.

24-V-Systeme
400 V

Industrie & Vorrichtungsbau

Getriebemotoren für Montage-, Prüf- und Wendeaufgaben.

400-V-Systeme
Servo

Geregelte Bewegung

Für definierte Bewegungsprofile und Positionieraufgaben.

Servo-Systeme
Absolutwertgeber zur Positionsrückmeldung

Von Handbetrieb bis Automatik

Mit Positionsmessung, Haltebremse und Steuerung passend zur Maschine.

Steuerungen entdecken
Was ist bei der Motorisierung wichtig?

Elektrisch: Versorgung, Einschaltdauer, Drehzahl und Positionieranforderung bestimmen die Motorwahl. Getriebespiel, Steifigkeit und Messposition begrenzen die erreichbare Genauigkeit – eine hohe Geberauflösung allein genügt nicht.

Hydraulisch: Motorgröße, Volumenstrom, Druckdifferenz und Rücklaufdruck werden gemeinsam betrachtet. Druckbegrenzung, Senkbremsventil und gegebenenfalls Haltebremse ergänzen das System.

Anwendungsbeispiel im Vorrichtungsbau

Schwere Bauteile kontrolliert drehen

Visualisierung industrieller Vorrichtungen mit motorisierten Drehachsen
Beispielhafte Anwendungen im Vorrichtungsbau.

Vom Einzelantrieb zur vollständigen Drehachse

Montieren, prüfen oder schweißen: Ein Schwenkantrieb bringt das Werkstück in die passende Arbeitsposition.

  1. AntriebsseiteSchwenkantrieb mit abgestimmtem Motor.
  2. Aufnahme & GegenlagerLast und Einbauraum bestimmen die Lagerung.
  3. Bedienung & PositionierungHandbetrieb oder automatisierter Ablauf.
400-V-Komplettsystem ansehen
Auslegung verständlich gemacht

Ausgangsdrehmoment einer Wendevorrichtung

Beispiel mit außermittigem Schwerpunkt

Drehmomentbedarf einer Wendevorrichtung

500 kg Bewegte Gesamtmasse einschließlich Aufnahme
300 mm Schwerpunktversatz zur horizontalen Drehachse
245 kg·m² Trägheitsmoment um die Drehachse einschließlich Steineranteil
1 U/min Zieldrehzahl nach 0,5 Sekunden Anlauf
Erforderliches Ausgangsdrehmoment im Beispiel ca. 2.025 Nm

Berücksichtigt sind das maximale Schwerkraftmoment, die Beschleunigung der Last, ein angenommenes äußeres Reibmoment von 35 Nm und 30 % Sicherheitszuschlag.

Das angenommene Trägheitsmoment von 200 kg·m² um die Schwerpunktachse wird um den Steineranteil von 45 kg·m² ergänzt. Schwerpunktachse und Drehachse sind parallel. Die Beschleunigung aus dem Stillstand wird als gleichmäßig angenommen.

Vereinfachte Vorauswahl mit angenommenen Betriebsdaten: Schwerkraft, Beschleunigung und Reibung werden gleichzeitig in belastender Richtung angesetzt. Zusätzliche Prozessmomente sind nicht enthalten. Lagerkräfte, Kippmomente, Haltefunktion und Einschaltdauer sind separat zu prüfen. Getriebeverluste werden bei der Motorbemessung berücksichtigt. Die Skizze zeigt den grundsätzlichen Aufbau.
In wenigen Schritten zur Vorauswahl

Ihre Anwendung gibt die Richtung vor

Für eine belastbare Vorauswahl brauchen wir vor allem drei Dinge. Eine Einbauskizze erleichtert die Zuordnung.

01

Last & Schwerpunkt

Masse, Hebelarme und zusätzliche Kräfte.

02

Bewegung & Takt

Drehwinkel, Bewegungszeit und Einschaltdauer.

03

Einbau & Versorgung

Drehachse, Bauraum und Motorversorgung.

Technische Auswahlkriterien im Detail
  1. Lasten und Schwerpunkt: Masse, Schwerpunktabstände sowie zusätzliche Axial- und Radialkräfte angeben. Daraus ergeben sich die Lagerbelastungen und Kippmomente.
  2. Einbaulage und Drehachse: Eine Skizze zeigt, wie der Schwenkantrieb montiert wird und in welche Richtung die Kräfte wirken. Die zulässige Einbaulage ist baureihenabhängig.
  3. Bewegungsprofil: Schwenkwinkel, Bewegungszeit, Beschleunigung, Bremsung und Zyklen pro Stunde festlegen. Das Massenträgheitsmoment beeinflusst das Beschleunigungsmoment.
  4. Betrieb und Umgebung: Einschaltdauer, Lastwechsel, Temperatur, Feuchtigkeit und Verschmutzung berücksichtigen.
  5. Motor und Positionierung: Stromversorgung oder Hydraulikdaten, gewünschte Genauigkeit, Haltefunktion und Steuerungsschnittstellen beschreiben.

Geprüft werden kombinierte Lagerbelastung, Ausgangsdrehmoment, Drehzahl, Motorisierung, Verschraubung und Anschlusskonstruktion. Maximale Lasten sind nicht pauschal gleichzeitig zulässig; statische Grenzwerte beschreiben keinen Dauerbetrieb.

Ein Blick ins Innere

So entsteht die Drehbewegung

Drehverbindung, Schneckengetriebe und Gehäuse bilden eine kompakte Einheit für tragende Drehbewegungen.

Schnittdarstellung des SA470 mit Drehverbindung, Gehäuse und Schnecke
Schnittdarstellung am Beispiel des ATH SA470.
01

Motor treibt Schnecke

Elektro- oder Hydraulikmotor erzeugen die Bewegung.

02

Getriebe überträgt Kraft

Die Untersetzung reduziert Drehzahl und erhöht Drehmoment unter Berücksichtigung der Verluste.

03

Drehverbindung trägt Last

Die Lagerung nimmt Axialkräfte, Radialkräfte und Kippmomente auf.

Auch als Schwenktrieb oder Slew Drive bezeichnet. Selbsthemmung ist ausführungsabhängig und ersetzt keine erforderliche Haltebremse.

Funktionsweise im Detail

Einsatzbereiche

Schwenkantriebe für Gabelstapler
Gabelstapler
Schwenkantriebe für Industrieanlagen
Industrieanlagen
Schwenkantriebe für Krananlagen
Krananlagen
Schwenkantriebe für Landwirtschaft
Landwirtschaft →
Schwenkantriebe für Medizintechnik
Medizintechnik
Schwenkantriebe für Recyclingtechnik
Recyclingtechnik
Schwenkantriebe für Solartechnik
Solartechnik
Schwenkantriebe für Sondermaschinenbau
Sondermaschinenbau →
Schwenkantriebe für Windkraftanlagen
Windkraftanlagen

Häufige Fragen zu Schwenkantrieben

Sind Schwenkantriebe selbsthemmend?

Das hängt von Verzahnungsgeometrie und Betriebsbedingungen ab. Selbsthemmung darf nicht pauschal für jede Ausführung vorausgesetzt werden. Erschütterungen, Schmierung und Verschleiß können die Haltewirkung beeinflussen. Für erforderliche Halte- und Sicherheitsfunktionen wird eine geeignete Bremse oder andere Sicherung ausgelegt.

Ist eine endlose 360°-Drehung möglich?

Eine kontinuierliche Drehbewegung ist bei geeigneter Ausführung möglich. Zusätzlich müssen Motorisierung, Drehzahl und Einschaltdauer passen. Bei Leitungen zum rotierenden Bauteil sind beispielsweise Drehdurchführungen für Medien oder geeignete elektrische Schleifringe einzuplanen.

Was unterscheidet eine Drehverbindung von einem Schwenkantrieb?

Eine Drehverbindung lagert zwei gegeneinander drehbare Bauteile und überträgt Kräfte und Kippmomente. Ein Schwenkantrieb kombiniert diese Lagerfunktion mit einem Getriebe. Für die motorische Bewegung wird ein passender Elektro- oder Hydraulikmotor angeschlossen.

Welche Drehzahl ist möglich?

Die zulässige Abtriebsdrehzahl hängt von Baureihe, Baugröße, Belastung und Betriebsdauer ab. Eine kurzzeitig zulässige Höchstdrehzahl ist nicht automatisch für Dauerbetrieb geeignet. Für höhere Drehzahlen stehen schnelllaufende Ausführungen zur Verfügung.

Können Schwenkantriebe vertikal eingebaut werden?

Die Eignung wird für die konkrete Baureihe und Lastsituation geprüft. Entscheidend ist, ob mit „vertikal“ die Drehachse oder die Montagefläche gemeint ist. Eine Einbauskizze erleichtert die Prüfung von Lagerbelastung, Schmierung und Haltefunktion.

Wie genau kann ein Schwenkantrieb positionieren?

Die erreichbare Genauigkeit ergibt sich aus dem gesamten System: Getriebespiel, Steifigkeit, Last, Motorregelung und Position des Gebers. Ein Absolutwertgeber erfasst die Position, beseitigt aber kein mechanisches Spiel. Die erforderliche Genauigkeit sollte deshalb bereits in der Anfrage angegeben werden.

Welche Unterlagen benötigt ATH für eine Anfrage?

Hilfreich sind eine Zeichnung oder Einbauskizze, Masse und Schwerpunkt, zusätzliche Kräfte, gewünschte Drehzahl oder Bewegungszeit sowie Angaben zu Motorversorgung und Betriebsdauer. Für einen Ersatzantrieb ergänzen Sie bitte Typbezeichnung, Anschlussmaße und Fotos.

Wie werden Schwenkantriebe gewartet?

Schmierstellen, Schmierstoff und Nachschmierintervalle richten sich nach der jeweiligen Ausführung und den Betriebsbedingungen. Auch Befestigungsschrauben und Dichtungen sind nach den Montage- und Wartungsvorgaben zu prüfen. Ein allgemeines Wartungsintervall für sämtliche Anwendungen ist nicht sinnvoll.

Lassen Sie uns über Ihre Anforderungen sprechen

Senden Sie uns Ihre Einbauskizze, Lastdaten und das gewünschte Bewegungsprofil. Wir prüfen die passende Baureihe, Motorisierung und Steuerung für Ihre Anwendung.

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